Zur neuen Gottesdienstordung
21. März 2010
Liebe Schwestern und Brüder im Pastoralen Raum Dillenburg,
Seit Ende Januar wurde nachgedacht über eine einfachere und verbesserte Ordnung der Eucharistiefeiern. Mit dem Osterfest wird nun eine überarbeitete Gottesdienstordnung in Kraft treten. Der Pastoralausschuss hat diese am 23. Februar 2010 beschlossen.
Die neue Ordnung finden Sie als Einlegeblatt für Ihr Gesangbuch. (Download als PDF)
Diese Gottesdienstordnung verfolgt drei Ziele:
- Eine bessere Übersichtlichkeit durch wenige wöchentliche Wechsel
- Eine Stärkung aller Kirchorte mit wöchentlichen Eucharistiefeiern an Werktagen
- Eine stärkere Sammlung an den Sonn- und Feiertagen in den zentralen Kirchen.
Gerade das letzte Ziel ist für Viele ein heikles Thema. Kommen doch da die Ängste hoch, bald gibt es bei uns gar nichts mehr. Immer wieder wird auch auf die schlechte Mobilität der älteren Gottesdienstbesucher hingewiesen. Dies nehmen wir ernst. Dennoch müssen wir uns den aktuellen Herausforderungen stellen.
Die Kirchenbesucherzahl ist auch bei uns weiter rückläufig. Das wird sich leider in absehbarer Zeit auch nicht ändern. Ein Sonntagsgottesdienst mit einigen wenigen Gottesdienstteilnehmern ist keine Erbauung, weil ihr Wesentliches fehlt: die Communio, die Gemeinschaft über Grenzen hinweg. Vor allem die Sonntagseucharistiefeier soll etwas von der pfingstlichen Versammlung der Gemeinde erfahrbar machen: „Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort.“ (Apg 2,1)
In der Ordnung kann man sehen, dass wir sehr behutsam an dieses Thema herangehen. So soll in Oberscheld zum Beispiel versucht werden, Fahrgemeinschaften zu organisieren. Sie sollen sicherstellen, dass niemand zu Hause bleiben muss, wenn vor Ort keine Eucharistiefeier sein kann. Der Pastoralausschuss und auch ich als Priesterlicher Leiter werden sehr interessiert das Projekt begleiten.
Auch an den Hochfesten werden wir uns mehr und mehr in den zentralen Kirchen versammeln. Das bedeutet Verlust und Gewinn: auch hier kann die große Gemeinschaft entschädigen für die weiteren Wege. Vielleicht gelingt es dann auch die Gemeinschaft auch außerhalb des Gottesdienstes fortzuführen, indem Fahrgemeinschaften gebildet werden.
Wir leben gesellschaftlich und kirchlich in Zeiten des Wandels. Für uns im Pastoralen Raum bietet es die Chance zusammen zurücken, und wirklich eine Gemeinschaft des Glaubens zu werden, wo nicht mehr zählt wer aus Haiger oder Dillenburg oder Eschenburg-Dietzhölztal ist, sondern die Erfahrung wir sind „einer in Christus“ (vgl. Gal 3,28) an den verschiedenen Orten, wo wir leben.
Ihnen allen wünsche ich, auch im Namen des Pastoralteams, noch eine gesegnete Fastenzeit und eine gute Karwoche. Mögen wir erfahren: Jetzt ist die Zeit der Gnade, jetzt ist die Zeit der Rettung.
Herzliche Grüße
Stefan Peter
Priesterlicher Leiter
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